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4. November 2010 4 04 /11 /November /2010 08:12

Ich möchte nochmals an meinen letzten Beitrag anschließen.  Wie genau sollte man bei der Arbeit mit den Zwei Punkten hinschauen?
Wir haben diese Frage auch an unsere geistigen Helfer gestellt. Die Antwort war interessant und sofort nachvollziehbar, da wir genau diese Erfahrungen auch schon gemacht hatten.

Zu einen geht es darum, dass jede Heilung eines früheren Lebens Auswirkungen auf das jetzige Leben hat. Das hat damit zu tun, dass Raum und Zeit Kategorien unseres Verstandes sind, nicht aber für die Ebenen der Wirklichkeit gelten, die jenseits des Verstandes sind.  Man diskutiert ja heute auch in der Physik die Möglichkeit von Parallelwelten.
Tatsache ist – und das haben wir schon oft genug erfahren dürfen -, dass wir ein „vergangenes Leben“ heilen und dass sich dadurch der Zustand im jetzigen Leben sofort verbessert. Besonders deutlich ist das bei körperlichen Problemen zu spüren. Die zeitliche Distanz der Leben zueinander spielt dabei keine Rolle.

Und noch ein Punkt ist ganz wichtig und nicht  zu unterschätzen. Es ist der spirituelle Hochmut.
Seien wir doch mal ehrlich. Wir alle kennen solche Situationen, wo wir mit einer gewissen Geringschätzung, ja sogar Verachtung auf einen Mitmenschen herabschauen mit dem Gedanken im Kopf „wie kann man nur. Ich würde das ja nie tun ...“. Diese Gedanken sind schlichtweg menschlich. Es gilt sie weder zu verurteilen, noch anzuprangern. Es ist einfach so. Aber es ist gut, wenn wir darum wissen.
In psychologischen Studien zur Selbst- und Fremdeinschätzung hat man herausgefunden, dass wir uns, wenn es um uns geht, immer ein klein weniger besser einschätzen als unsere Mitmenschen. Offenbar brauchen wir das, um ein gutes Selbstgefühl zu entwickeln. Und Menschen, die sich grundsätzlich unter andere stellen, haben in der Tat ein Problem und leben sich nicht eben leicht. Aber wie schnell kann aus dem „Ich fühle mich ein klein wenig besser“ ein Gefühl von Hochmut entstehen.
Jetzt mache ich in der Arbeit mit vergangen Leben die nicht gerade schmeichelhafte Erfahrung, dass ich ja auch schon mal das eine und andere Leben geführt habe, das ich vom heutigen Standpunkt aus verurteilen würde und zwar ganz und gar. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir alle haben schon alles durchlebt. Wir alle waren schon „Heilige“ und „Verbrecher“, „Opfer“ und „Täter“. Warum ich das in Anführungszeichen setze? Von der geistigen Entwicklung aus gesehen gibt es keine Verurteilung, keine Bewertung, keine Schuld. Aber das ist ein anderes Thema für einen neuen Beitrag.
In welcher Bandbreite sich die Erfahrungen aller meiner vergangenen Leben abspielen, das kann ich noch nicht sicher sagen. Ich vermute, dass nicht jeder Mensch die Extreme - also z.B. mächtiger Herrscher und rechtloser Sklave - durchlebt, aber in einem gewissen Rahmen  scheinen wir in der Tat alle Möglichkeiten zu durchleben. Das hängt damit zusammen, dass die Seele Erfahrungen machen möchte, um sich entwickeln zu können. So kann es gut sein, dass wir in einem Leben Gewalt ausgeübt haben und dann in einem späteren Leben erfahren wollen, wie es sich anfühlt, wenn wir selber zum Opfer von Gewalt werden.

Wenn ich diese Entwicklung der Seele im Auge behalte, dann fange ich an, Milde und Mitgefühl zu entwickeln. Ich weiß nämlich, wie es sich angefühlt hat, krank, rechtlos, verachtet und verspottet zu sein. Ich weiß, wie sich Hass, Wut und Aggression  anfühlen und warum ich sie gelebt habe. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ich nicht aus meiner Haut raus kann und in meinen eigenen Mustern gefangen bin. Ich weiß vor allem auch, wie schwer es ist, mir selber ein Fehlverhalten zu vergeben, das ich von meiner heutigen Sicht aus komplett ablehne und verurteile. Das ist wohl die schwierigste, aber auch die wertvollste Lektion.

Je mehr ich für mich selber Milde und Nachsicht entwickeln kann, umso mehr kann ich das auch anderen Menschen gegenüber empfinden. Es ist ein Lernprozess, der nicht immer einfach ist. Aber ich glaube auch, es ist ein Prozess, der für die spirituelle Entwicklung von ganz entscheidender Bedeutung ist. 

 

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Published by Die Quantlerin - in Aus meiner Erfahrung
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