Immer wieder höre ich davon, dass jemand mit der ZweiPunktMethode arbeitet, sich aber nicht wirklich was tut. Das könnte unter anderem daran liegen, dass das Arbeitsthema nicht richtig formuliert ist.
Wir - Monica Meier und ich - haben die Erfahrung gemacht, dass es Themen gibt, die nicht nur ein Thema, sondern einen ganzen Themenkomplex beinhalten. Arbeite ich damit, ohne mir dessen bewußt zu sein, dann komme ich nicht recht weiter. Hier ist es angezeigt, erst einmal in einem Gespräch zu klären, was alles an dem Ausgangsthema dran hängt.
Interessanterweise haben wir beim Aufstellen eines solchen "Themas", sprich Themenkomplexes, keine klaren Bilder und Eindrücke bekommen. Ich hatte so das Gefühl, von einem Leben zum anderen gezogen zu werden, ohne dass sich ein klarer Ansatzpunkt für die Arbeit ergeben hat.
Erst als wir im Gespräch dann nachgeforscht haben, was da alles mitspielen könnte, wurde klar, dass das Themenpaket viel zu groß war, um es auf einmal aufschnüren und auflösen zu können. Und es hat sich herausgestellt, dass die Themen, die da zusammenspielten, alle so richtige "Hammerthemen" waren. Dass es da sinnvoll ist, Schritt für Schritt vorzugehen, ist eigentlich logisch. Denn jedes Auflösen beinhaltet ja auch eine neue Beziehung zu sich und zur Welt. Und die gilt es auch zu leben.
Wenn man also ein Thema angeht, dann ist es sinnvoll zu schauen, wie groß das Thema ist und was da möglicherweise alles dran hängt. Wenn ich dann in kleinen Schritten vorwärts gehe, wenn ich die einzelnen Aspekte bearbeite, die bei einem Thema mitspielen, dann komme ich nach meiner Erfahrung auch zum Ziel. Dazu ist es oft notwendig, sich mehr als nur einmal einem Thema zu stellen.
An diesem Punkt nehme ich einen anderen Standpunkt ein als die Kollegen/innen, die behaupten, dass es reichen würde, nur einmal an ein Thema ranzugehen. Meine Erfahrungen sind da schlichtweg andere und ich finde es sehr schade, wenn jemand nicht weiterkommt, nur weil ihm gesagt wurde, noch einmal in ein Thema reinzugehen, bringe nichts. Dabei wird oft übersehen, dass ein Thema sehr viele Themen beinhalten kann, die alle erlöst werden wollen. Kleine Schritte, die man kontinuierlich geht, führen zum Ziel, zu große Sprünge bringen einem manchmal davon weg.