Glaubenssätze und Abnehmen - wieder eine Anfrage aus der Suchmaschine.
Also mal vorweg: Ob es mit allgemeinen und für alle gültigen Glaubenssätzen getan ist, das wage ich zu bezweifeln.
Wenn jemand zu viel Speck auf den Rippen hat, dann kann das ganz unterschiedliche Gründe haben. Ohne sich da mal genauer drauf einzulassen, hinzuschauen und dran zu arbeiten ...? Ehrlich gesagt, ich fürchte, das wird nicht recht funktionieren.
Ich liste mal so ein paar Hauptpunkte auf, die beim Übergewicht eine Rolle spielen können. Wichtig: Können aber nicht müssen und schon gar nicht bei jedem. Wie gesagt: man müßte sich das bei jedem Einzelnen genauer anschauen.
Übergewicht und Schutzbedürfnis
Ich kann mir im wahren Sinne des Wortes ein dickes Fell anschaffen, in dem ich halt schlichtweg mehr esse, als ich eigentlich brauche. Aus meiner Beobachtung kann ich sagen, dass Übergewicht bei vielen Menschen mit dem Bedürfnis, sich zu schützen zu tun hat. Woher das aber wieder kommt, welche Erfahrungen dahinter stehen, das müßte man sich im Einzelfall anschauen. Es kann gut sein, dass über viele Inkarnationen immer wieder dieselben Muster eine Rolle spielen.
Körpergefühl, Selbstgefühl, Selbstwert und Selbstliebe
Das Spüren meiner Grenzen bringt mich gleich zum nächsten Punkt, nämlich zu meinem Körpergefühl. Wie soll ich ein gutes Gewicht halten können, wenn ich kein Gefühl für mich selber habe? Dazu kommen mein Selbstwert und ganz wichtig, die Selbstliebe. Also:
Selbstwert, Selbstakzeptanz und Selbstliebe sind ganz wichtige Faktoren. Wenn ich keine gute Beziehung zu mir selber habe, wie soll es dann fuktionieren, dass ich auch wirklich gut mit mir umgehe? Zu viel essen und mir dadurch gesundheitliche Probleme anschaffen, da gehe ich nicht wirklich gut mit mir selber um.
Also wie steht es mit dem Selbstwert, der Selbstakzeptanz und der Selbstliebe?
Essen und Stress, Essen und Frust
Bei Stress und Frust greifen viele Menschen entweder zum Alkohol oder sie lassen es sich besonders gut schmecken. Auch bei Tieren habe ich ein Frustfressen schon beobachtet. Da gilt es vor allem daran zu arbeiten, dass ich die Stress- bzw. Frustsituation verändern kann, entweder konkret oder meine Einstellung dazu.
Da gibt es sehr viel, was beachtet werden sollte. Aber auch hier müßte man in die konkrete Situation reinspüren, um die bestmöglichen Anleitungen zu finden.
Essen als Ersatzbefriedigung
Viele Menschen essen, um sich was Gutes zu tun und schaden sich dabei. Da ist die große Frage, wofür steht denn das Essen?
Essen und Suchtverhalten
Zu viel Essen hat auch was mit Suchtverhalten zu tun. Man kann das ganz gut beobachten, wenn man anfängt zu essen und einfach nicht aufhören kann, weil es halt so gut schmeckt. Ich brauche noch einen Bissen und noch einen Bissen und dann noch dies und das ...
Essen und Erfahrungen aus vergangenen Leben
Auch das ist nicht zu vernachlässigen. Gibt es aus vergangenen Leben Traumata, die noch wirksam sind und mich nicht davon loskommen lassen, dass ich zuviel esse?
Das kann man nur lösen, wenn man in das Thema reinspürt und schaut, welche Ereignisse sich zeigen. Oft ist es auch so, dass es mit einmal Reinspüren und Auflösen nicht getan ist, sondern dass sich ein Muster durch mehrere Leben zieht oder auch unterschiedliche Erfahrungen zusammenspielen, damit ein bestimmtes Verhalten sich etabliert.
Essen aus lerntheoretischer Sicht
Bei allen Ansätzen, die darauf ausgerichtet sind, Hintergründe für das Übergewicht zu verstehen und Blockaden, welcher Art auch immer, aufzulösen, darf man nicht vergessen, dass es gerade beim Essen auch einen lerntheoretischen Zusammenhang gibt, der nicht zu verachten ist.
Essen und der Stoffwechsel
Auch daran sollte man denken.
Das sind jetzt nur ein paar Punkte, die mir auf die Schnelle einfallen. Sie spielen aber eine wichtige Rolle. Vielleicht wird dadurch schon mal klar, dass es mit ein paar pauschalen Glaubenssätzen nicht getan ist. Und eines steht fest: Wenn ich rundum glücklich und zufrieden bin, dann esse ich auch nicht mehr, als es mir gut tut. D.h.: Übergewicht zeigt immer an, dass was nicht im Lot ist. Und das gilt es herauszufinden und zu bearbeiten, denn das bin ich mir wert.